Alltag

"Darf ich noch eins?" Unser Umgang mit (Bildschrim-) Medien

von Manuela

„Noch eins!“

Sie liebt es: „Mama, darf ich Anna oder Paula?“ (Das Verb fehlt jedes mal. Und ich frage mich wirklich, warum sie mich mit „darf ich“ fragt…). „Nur noch eines!“

Meine Tochter liebt diese Tierdoku! Sie ist so sehr davon begeistert, dass ich bewundernd beobachte, wie sich ihre Freude und ihr Interesse weiterentwickelt. Und auch ich muss sagen: Ich hab noch nie so viel über Tiere gelernt. Sei es über meine Tochter und die Sendung selbst. Ich wusste bis vor ein paar Monaten nicht einmal, was ein „Karakal“ ist, dass es Fische gibt, die an Land sein können (und wie deren Atmung dann funktioniert), dass es Säugetiere gibt, die Eier legen…

  • Es gibt Tage, da kommt es mir vor, als ob nichts weiter zählt und meine Kinder „nur noch“ schauen. „Mama, ich will das noch mal ansehen, damit ich weiß, wie ich mit Verhalten muss, wenn ein Löwe auf mich zukommt.“ (Puh, ich hoffe, dass wir nie in diese Situation kommen, aber schön, wenn sie dann weiß, was sie tun kann ;)).
  • Es gibt Tage, da schauen sie weniger oder gar nicht.
  • Es gibt Tage, da wollen sie unbedingt mit uns zusammen etwas aussehen und solche, wo sie alleine in ihrer Höhle sitzen wollen.
  • Es gibt Tage, da fällt es mir schwer mit ihnen schon wieder die Serie zu gucken (weil ich grad lieber etwas anderes machen möchte).
  • Es gibt Tage, da schaue wir einen Film, der uns alle derart überfordert (Peppa Wutz und Frozen gehören z.B. dazu), dass wir dann irgendwann „abbrechen“, weil es uns zu viel wird.
  • Es gibt Tage, da bin ich dankbar, wenn sie mit „Bildschirmen“ sich die Zeit verbringen und ich währenddessen in Ruhe etwas anders machen kann

Es gibt bei uns keine „Regel“, wann wie etwas wie oft geguckt wird. Da jeder Tag einzigartig ist.
Da jeder Moment besonders und von unserer Stimmung, der jeweiligen Situation und dem Umfeld abhängig ist.

Über Medien

Spätestens hier wir deutlich, dass „Tablett, Smartphone und TV“ bei uns dazugehörigen. Sie sind ein Teilangebot von vielem und vor allem ein Werkzeug:

Meine Töchter sagen zu mir Dinge wie: „Mama, ich will eine neue Frisur. Komm, wir schauen uns auf Pinterest welche an.“ oder „Ich will Raketenstarts sehen! Ist es heiß unter einer Rakete, wenn die in die Luft fliegt?“ Die eine läuft los, holt das Tablett während die andere sagt: „Du musst auf YouTube gehen.“

Und schon sind wir mitten drin im hoch emotionalen Thema „Medienkonsum“ und den Fragen, die sich viele Familien stellen:

  • Wie oft und wie viel „darf“ mein Kind gucken?
  • Was „darf“ mein Kind gucken?
  • Warum ist mein Kind so aggressiv, wenn wir „ein Stopp“ einläuten?
  • Ist es ok, wenn ich „Medien“ nutze, um meine eigenen Bedürfnisse zu erfüllen?
  • Ist „bedürfnisorientiert“ nicht genau die Idee, dass mein Kind sein Recht auf Selbstbestimmung leben darfVerantwortung für sich übernimmt und aus seinen Erfahrungen lernt, weiß bzw. spürt, was „gut“ für es ist?
  • Und damit einher die Fragen: Was ist das Bedürfnis „ständig und den ganzen Tag lang“ zu gucken, zocken what ever?

Gleich von vorne weg: Ich gebe hier keine Rezept darüber, was „richtig“ oder „falsch“ ist – das Thema selbst wird ständig innerhalb und außerhalb von Familien kontrovers diskutiert und en masse wissenschaftlich erforscht. Ich möchte dir meinen Blick und meine Sicht auf das Thema geben – wie in allen anderen Blogs auch, damit du mit Hilfe von Wissen, Fakten und deiner eigenen Reflexion für dich einen Weg finden kannst, der zu euch passt.

Was meinen wir eigentlich bei Medienkonsum? 

Was Eltern meinen, wenn sie vom „Medienkonsum“ sprechen, sind in aller erster Linie natürlich die „neuen“ Medien. Grundsätzlich geht es beim Thema Medienkonsum um verbrachte „Zeit an einem Bildschirm“. Denn ein Buch ist genau so ein Medium wie einen Podcast oder ein Erzähler. Das jedoch, was Familien stresst, sind die Zeiten, die das Kind vor dem Fernseher, vor dem Tablett oder vor dem Smartphone verbringen.

Meine erste Frage hier an dich wäre: Macht es für dich einen Unterschied, ob dein Kind „stundenlang“ vor dem Bildschirm sitzt oder einen Podcast hört oder ein Papier-Medium (z.B. Buch, Zeitschrift, Zeitung) liest? Und wenn ja, welchen?

Mein persönlicher Medien-Werdegang

In meinen Coachings und in meinen Kursen geht es mir immer darum, dass wir Eltern erst mal selbst einen Blick auf uns werfen.

  • Wie gehe ich denn mit dem Thema um?
  • Wann schaue ich selbst und warum?
  • Wie oft habe ich mein Smartphone in der Hand und wann?
  • Welche Erfahrungen habe ich damit?
  • Wie sind meine Eltern mit mir und dem Thema „Medien“ umgegangen?
  • Was durfte ich als Kind (nicht) und warum?

Mir ist es immer ein Anliegen sich bewusst zu machen, dass Kinder uns sehen, von uns lernen und verstehen, wie die Welt funktioniert. Sie lernen uns kennen und das, was uns wichtig ist. Wie ist das also bei dir?

Meinen persönlichen erster aktiver Kontakt mit „Bildschirmen“, an den ich mich erinnern kann, hatte ich bereits im Alter von drei Jahren.

Meine Eltern schenkten mir und meinem Bruder den legendären Gameboy. Ich war heillos überfordert mit dem Ding, was ein freundiger Grund für meinen Papa war, meinen Gameboy zu nutzen und ihn selbst zu erforschen.

Meine Erfahrung hier und die Botschaft, die bei mir ankam, war: Mein Papa und mein Bruder sind nicht mehr ansprechbar, wenn sie den Gameboy in der Hand halten. Wenn ich was von ihnen wollte, waren „die Dinger“ wichtiger als ich. (Wichtige Erkenntnis für mich!)
Erst später, als ich selbst mehr „vor dem Bildschirm hing“, verstand ich die Faszination und nahm die Botschaft nicht mehr so ernst. Und heute bemühe ich besonders, meinen Kindern zu signalisieren, dass sie wichtiger sind als mein Smartphone – das mir definitiv nicht immer gelingt und ich dankbar bin, wenn sie mich deutlich darauf hinweisen: „Mama, immer das Handy! Jetzt leg das mal weg und schau!“

Ich wuchs regelrecht in die digitale Welt hinein und bin auch nach wie vor von ihr begeistert.

Meine „digitale“ Reise ging dann schnell und aufhaltsam weiter:

  • Mein Bruder und ich „zockten“ stundenlang zusammen diverse Spiele am Super Nintendo (Mario Kard in der Endlosschleife) – es war unsere gemeinsame Tätigkeit als Geschwister.
  • Wir schauten viel fern – ja, heute würde ich sagen, auch aus Mangel an Impulse einerseits. Unsere beiden Eltern arbeiteten Vollzeit, wir waren nach dem KiGa und der Schule bei unseren Großeltern und dort eher „auf uns alleine“ gestellt.
  • Während der Grundschule weckten wir unsere Eltern Sonntag früh um 6 Uhr und fragten: „Dürfen wir fernsehen?“. Und ja, wir durften, mit dem Deal, dass wir sie noch weitere 2 Stunden schlafen ließen. 

Dann zog das ominöse world wide web in unseren Haushalt ein. Es folgten der erste laut ratternde Computer, ein Tamagotchi (und viele Tränen, wenn es über Nacht kaputt ging…), ein iMac in rosa und eine starke ICQ-Zeit, in der ich stunden- und nächtelang mit Freunden chattet.

Und bei all dem war immer klar: Wenn ich die Wahl hatte, mich mit Freunden zu treffen oder mit meinen Eltern zu unternehmen, hatte ich immer lieber die reale Beziehung, den Kontakt zu einem Menschen gewählt und nie den Bildschirm oder ein Buch!

Wenn ich die Wahl hatte zwischen realer Beziehung oder „Bildschirm“, wählte ich immer Beziehung.

Kulturelle Verschiedenheiten

Als ich im mit 15 Jahren zum ersten Mal „im Ausland“ war, damals in Kanada in einer fremdem Familie, hat es nur ein paar Sekunden gedauert um zu verstehen, wie stark kulturell ich geprägt war. Dass nicht nur Familien ihre eigenen „Herangehensweisen“ haben, sondern ganze Kulturen ihre Ideen und Einstellungen zu verschiedenen Themen.
Dass in Kanada, wie auch in Italien (dort war ich mit 17  Jahren länger bei einer Familie und später noch mal mit 22 Jahren zum Studieren alleine), ist es ganz „selbstverständlich“, dass der TV häufig läuft – und gleichzeitig die Leute nicht davor sitzen, sondern der TV ein Teil des Alltags ist. Wie ein Radio, der läuft…anders als bei uns zu Hause damals, aber eben nicht „falsch“ deswegen!

Von Märchen, Fantasien, Geschichten und Träumen

Grundsätzlich haben „Medien“ eine unglaubliche Kraft. Sie regen unsere Fantasien und Träume an. Sie lassen uns Teil werden von einem Abenteuer. Sie begeistern uns! 

Wenn wir ein Buch lesen, eine Geschichten anhören (ob digital oder erzählt – egal!), einen Film ansehen: Wir tauchen ein in diese Geschichte. Wir erleben und durchleben sie. Wir denken darüber nach, wir malen uns unsere eigenen Bilder dazu im Kopf aus (Anm.: Genau deswegen sind Menschen oft deprimiert, wenn sie erst ein Buch gelesen und danach den zugehörigen Film angesehen haben – ihre Bilder zu der Geschichte im Kopf sind nicht die des Regisseurs!)

Sie schaffen, obwohl wir gerade nicht aktiv körperlich tätig sind, Emotionen. Sie lösen in uns etwas aus. Unsere Gedanken rund um die Geschichte machen unsere Gefühle: Alleine durch das zusehen, wie eine Heldenfigur leidet, leiden wir mit. Wenn wir einen Kletterer sehen, fangen unsere Hände an zu schwitzen, wenn sich Liebende küssen, zaubert es uns ein Lächeln ins Gesicht. 

Einblicke wie wir „lernen“

Wir lernen ganz viel unterbewusst und durch Nachahmung. Das macht uns zum Menschen und deshalb auch einzigartig in unserem Sein. Und: Unser Gehirn verändert sich die ganze Zeit. Wir können stets aufnehmen, lernen und uns an jede Gegebenheit und Umgebung anpassen.

Und dann brauchen wir Gefühle (positiv wie negativ), um zu lernen. Wir lernen besser, wenn uns etwas bewegt und wir diese Momente als (gute oder negative) Erfahrungen abspeichern. Es fällt uns dann leichter, Verbindungen zwischen Themen zu knüpfen, Zusammenhänge zu verstehen.

Meine Tochter weiß, was eine Schnecke frisst, weil sie aktuell begeistert ist von Tieren. Sie lebt ganz intermedial „Schnecken“ (TV, Buch, in der Natur mit uns Eltern zusammen Schnecken sammeln), hält diese in einem Terrarium und beobachtet sie. Sie berichtet uns von ihren Erfahrungen, Beobachtungen über dieses Tier und teilt uns unfassbar viel Wissen mit.

Gefühle aktivieren also unserer Gehirn. Wir wollen „mehr“ davon – also schüttet unser Körper verschiedene neuroplastische Botenstoffe aus: Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin sind dabei die Bekanntesten. Gerade letzterer ist ein Stoff, der positive Gefühlserlebnisse vermittelt und uns antreibt, „mehr“ von etwas zu erhalten, etwas noch einmal zu tun – weil wir uns auf das Ergebnis freuen („Belohnungseffekt“).
Wenn uns etwas sehr wichtig ist, wenn es uns wirklich von Herzen interessiert, dann „lernen wir es leichter“. 

Gerald Hüther formuliert es treffend: „Das neurobiologische Signale der Begeisterung wird so bis in die Zellkerne der nachgeschalteten Nervenzellen weitergeleitet. […] Auf diese Weise werden all jene neuronalen Netzwerke ausgebaut und verstärkt, die im Hirn aktiviert worden waren, um genau das zustande zu bringen, was die betreffenden Person ganz besonders am Herzen lag und worüber sie sich deshalb auch so sehr begeistert hatte.“ 

Gerade Kinder, die voller Entdecker- und Forscherdrang stecken, aktivieren diese Zentren zig mal am Tag. Wohingegen wir Erwachsene diese Aktivierung aufgrund unserer Routinen verlieren – wir erfahren faktisch weniger „Begeisterung“ im Alltag.

Arbeiten oder lernen – all das sind Synonyme für ‚spielen‘

Kinder wollen die Welt entdecken d.h. durch die Sinne, fühlen, schmecken, riechen. Deshalb spielen sie. Sie lernen sich selbst im Spiel kennen. Sie wollen die Welt in ihreren Augen verstehen, gestalten und sinnhaft machen.

„Nur im Spiel erreichen Kinder ihr höchst mögliches Leistungsniveau. Sie nutzen das Spiel also, um sich ein möglichst breites Spektrum an Denkmöglichkeit zu erschließen. Und damit schaffen sie sich die Grundlage der wohl wichtigsten menschlichen Geisteskraft überhaupt: der Kreatitvität.“ (Herbert Renz-Polster)

„Spielen ist die Sprache der Kinder, um das Leben zu verstehen“

Im Spiel erleben Kinder Unmittelbarkeit, Freiheit, Widerstandsfähigkeit und Verbundenheit. Wenn Kinder sich selbstwirksam erleben, frei bestimmen und sie in Verbindung sind mit anderen/m treten können, dann können sie sich entfalten. Sein.

Andrè Stern sagt dazu: „Der Drang zu spielen ist bei Kindern sogar stärker als Hunger oder Durst.“ Im Spiel, in der Faszination, vergessen sie ganz zu essen und zu trinken. Sie sind dann im Flow – und erleben sich selbst als Subjekt, als jemand, der selbstbestimmt agieren kann:

  • Wenn sie im Rollenspielen versinken
  • Wenn sie ältere Kinder haben, von denen sie lernen und mit denen sie Abenteuer erleben können
  • Wenn sie jüngere Kinder um sich haben, denen sie selbst ein Vorbild sein können
  • Andere, die sie motivieren, die ihnen Mut machen (durch Nachahmung)
  • Wenn sie die Möglichkeit haben, ihre innere Sprache zu finden, nämlich zu lernen, wie sie wirklich mit Gefühlen umgehen können (Impulsekontrolel), und das, was sie erlebt haben, noch mal im Spiel mit anderen (als das Vorhandensein von Beziehungen) durchleben.

Kinder müssen spielen! Am besten die ganze Zeit, am besten bis übers Grundschulalter hinaus.

Spielen – für meine am Besten in der Natur

Und jetzt kommt’s: Spielen kann ich überall, auch am Computer, am Gameboy, am Tisch beim Gesellschaftsspiel, im Rollenspiel oder in der Fantasie. Für meine Kinder und für mich geht das am Besten draußen. Ja, drinnen auch, aber besonders in der Natur. Warum?
Weil wir hier aktiv sind, rausgehen, uns bewegenSie sind faktisch draußen im Spiel ausgeglichener.  

Ich weiß das, weil wir alle zusammen genau diese Erfahrung zig mal gemacht haben.
Weil es uns besser geht, wenn wir draußen sind – uns bewegen können, den Blick in die Ferne richten können, zusammen ein Abenteuer erleben.

Dieses Wissen ist ein Schatz, aus dem meine Kinder (und ich) schöpfen können.

Also müssen wir doch Grenzen setzen?

Wichtigster Punkt: Kinder brauchen und suchen keine Grenzen. Kinder suchen immer Kontakt, Verbindung, Nähe.

Sie suchen immer ein Gegenüber. Eine Meinung. Dich als Mensch. Erwachsene, die spürbar sind, die Werte haben, an denen sie sich orientieren können. Eltern, die mit sich und ihren Bedürfnissen verbunden sind und sie äußern können. Die einzige Grenze, die es in der Eltern-Kind-Beziehung überhaupt gibt, ist also die Persönliche.

Und doch ist da manchmal etwas, was dich als Elternteil hemmt…und irgendwann entscheidest du: „Jetzt reicht es aber.“

Und schon befindest du dich im Eltern-Kind-Konflikt: du willst etwas anderes, als dein Kind. Der Hauptschwerpunkt meines Online-Programms „Gemeinsam wachsen“.

Fiktive Grenzen hinterfragen

Wenn du den ganzen Tag in der Arbeit warst, nach Hause kommst und dein Kind in deiner Wahrnehmung „immer noch“ fernsehe schaut. „Jetzt ist aber mal Schluss mit fernsehschauen!“ Weil…ja weil?

In solchen Situationen geht es gar nicht um das Kind, sondern eher um die elterliche Bedürfnis nach Miteinander. Kinder sind aber nicht da, um die Bedürfnisse der Eltern zu erfüllen. Denn bedürfnisorientiert heißt, dass die Bedürfnisse aller gesehen werden und man gemeinsam nach Lösungen sucht.

Oder dein Kind schaut, zockt, spielt schon 2,3 oder 4 Stunden (du weißt es genau, Kontrolle ist Teil deiner Erziehung gewesen) und „jetzt ist einfach genug.“ Weil…ja weil?

Also entscheidest du, vielleicht sogar mitten in der Geschichte, im (geistigen) Film, mitten im (körperlichen) Erleben für das Stopp. Machst den Bildschirm aus.
Kinder, die noch keine oder nur eine geringe Impulskontrolle verfügen, sind jetzt neurobiologisch überfordert. 

Ihr Gehirn ist gerade noch dabei, das, was es sieht, zu verarbeiten (während das Kind körperlich keine Emotionen abbaut, weil es starr am Sofa sitzt) und dann plötzlich von einer Welt in die Nächste geworfen wird.

Je nach Alter können Kinder können ihre Impulse noch nicht wirklich kontrollieren (manche Erwachsene können das auch nicht). Und mal ehrlich: Wenn der James Bond grad am Spannendsten ist….und dann Werbung kommt…wie geht’s dir da?

Die Angst

Grundsätzlich geht es in der Eltern-Kind-Beziehung und speziell beim Thema „Medienkonsum“ um Angst, die in uns Eltern steckt:

  • Angst, dass mein Kind süchtig wird
  • Angst, dass mein Kind dick wird
  • Angst, dass das, was mein Kind sieht, schlecht für die Entwicklung ist
  • Angst, die „Aufgabe“ und damit „Rolle“ und „Verantwortung“ nicht wahr zu nehmen und sich damit als eine schlechte Mama oder Papa zu verurteilen.

Die Grundfragen zur Reflexion sind also:

  1. Warum willst du eine Grenze setzen?
  2. Was ist die Idee dahinter?
  3. Ist ein Glaubenssatz, den du mit dir herumträgst? Und wenn du ihn hast, von wem hast du ihn? (schau auch mal hier zum Thema Glaubenssatz rein)

Was mir hier hilft sind (wissenschaftliche) Fakten. Die Recherche und der Beweis, ob das, was ich denke, wirklich so ist. Das ist anstrengend, ja. Das erfordert Zeit in Weiterbildung und in das Wachstum der eigenen Persönlichkeit. 

Wenn du also eine Grenze setzt – ohne Abstimmung, weil du das so ‚bestimmst‘ und dich in diesem Moment deiner autoritären Macht (statt dich als Mensch zu zeigen mit deiner echten Meinung, deinen Werten, deiner persönlichen Grenze) bedienst, objektivierst du dein Kind und (be)schneidest es in der Selbstbestimmung, im Mitspracherecht.

Dass Menschen so etwas blöd finden, ist verständlich. Find ich auch blöd, wenn mein Partner beim Essen meinen halbvollen Teller wegnimmt und sagt: „Jetzt bist du satt.“

Kinder reagieren zu gerne dann körperlich aggressiv, wütend, weinen. Sie sind verletzt, in ihrer Würde und in ihrer Integrität.

Ähnlich schwierig halte ich es mit Kontrollen (mehr dazu im passenden Blogartikel)– der Technik schlechthin von Erziehung mit der Konzept, dass ich mein Gegenüber zu etwas mache, es objektiviere.

Kontrolle tut Eltern gut, weil wir „die Macht“ behalten. Weil wir die „Fäden in der Hand“ halten. Weil wir faktisch „Angst“ davor haben, diese Kontrolle zu verlieren. 
Dazu gehören:

  • Du darfst gucken, aber nur X Minuten / Stunden
  • Du darfst nur am Wochenende gucken
  • Du darfst nur „sinnvolles“ gucken oder etwas, das bildet

Fühle mal wirklich in dich hinein: Warum glaubst du ist die Kontrolle gut?

  • Weil dein Kind sonst süchtig wird?
  • Weil dich dein Kind manipulieren will?
  • Weil dein Kind so keine Disziplin so lernt?
  • Weil dein Kind „kein Ende“ findet? (möglich, ja, vor allem wenn es bislang „Kontrolle“ gewöhnt ist)
  • Weil du weißt, was gut für dein Kind ist?

Glotzen aus Langeweile

Und dann gibt es natürlich die Momente der inneren Leeren. Die Situationen, in denen meine Kinder nicht ins Spiel finden. Es „langweilig“ ist und youtube die beste Alternative darstellt. (Das kennst du von dir sicherlich auch. Langweilig? Netflixen?)

Wenn meinen Kindern langweilig wird, passieren oft dieselben Dinge: Sie suchen planlos nach einem Anker, sie wissen Wortwörtlich „nichts mit sich anzufangen“ und kommen dann miteinander in den Konflikt (eines hat etwas gefunden, was es spielen möchte und das Zweite ist noch im „Leere-Modus“ und greift ins Spiel ein).

Dabei ist das Beste, was uns allen passieren kann, Langeweile.

Der Moment, in dem wir nicht aktiv denken. Tagträumen. Wenn das Gehirn in den sogenannten „default mode“, zur Ruhe, kommt. Es fängt genau dann an, im Unterbewusstsein zu kramen, unsere Gedanken wandern zu lassen, sie zu erforschen.

Und plötzlich ist da ein Einfall. Eine Idee.
Genau deshalb täte es uns Erwachsenen auch gut, wenn wir die Langeweile zulassen. Entspannen, atmen, die Gedanken kreisen lassen statt uns mit neuem Input zu „befüllen“.

Für den Denker und für alle erfindsamen Geister ist Langeweile jene unangenehme „Windstille“ der Seele, welche der glücklichen Fahrt und den lustigen Winden vorangeht. (Nietzsche)

Kinder brauchen Beziehungen, (emotionale) Begleitung und Hilfe sich Kompetenzen zu erwerben

In diesen Momente gebe ich dann Impulse. Ideen, wieder ins Spiel zu finden. Ich versuche herauszuhören, was sie gerade brauchen und helfe unterstützend.
Oder wir machen das, was uns immer gut tut – raus gehen. Auch wenn sie im ersten Moment nicht mögen, weil grad alles doof ist. Weil es bequemer ist, innen zu bleiben. Doch einfach nur das Tablett zu nehmen und eine weitere Folge anzusehen. Thema Schweinehund – auch ich hab ich immer Lust joggen zu gehen, obwohl ich weiß, wie gut es mir tut.

Und genau das ist der Moment, wo ich dann möchte, dass sie auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen lernen und bewusst Entscheidungen treffen.

  • Denn ich weiß, wie gut es meinen Kindern tut, wenn sie draußen sind.
  • Die leuchtenden, erfüllten Augen, wenn sie stundenlang im Wald sein konnten.
  • Die Freude, die roten Backen, die sie haben, vom vielen Rennen, Spielen, Fangen.
  • Die Begeisterung über die gesammelten Schnecken, die Abenteuer, die sie erleben.

Zurückgreifen auf Erfahrungen

Was es in diesem Moment gerade sein könnte, weiß dein Kind und du am Besten. Genau deshalb braucht es dich.Das ist aber nicht bei allen Kindern so. Und auch nicht immer bei meinen.
Das heißt auch ganz und gar nicht, dass ich sie dann dazu bedingungslos zwinge, raus zu gehen. Ich denke, dass es wichtig ist, dass sie Erfahrungen erwerben, selbst spüren, wie es dem Körper geht, wenn er stundenlang unbeweglich ist. Dass sie Kompetenzen bekommen, abwägen und sagen lernen „Nein, ich bleibe innen, weil es es mir jetzt nicht wert ist.“

Fakt ist: Ich will ihnen ihre eigenen positiven Erfahrungen hervorrufen oder mit einer Aktivität im draußen neue Erfahrungen machen lassen. Ihnen die Chance geben, nochmal zu testen, ob das, was sie bereits als positiv abgespeichert haben, nicht eventuell jetzt auch wieder positiv werden kann. 

Ja, ich geh hier ab und an aktiv in einen Konflikt. Und nutze diese, um herauszuhören, was sie wirklich wollen und brauchen.

Wenn sie nicht wollen, ist das ok. Das ist dann eben heute so.

Bindungen und Beziehungen

Wie oben bereits geschrieben und im Rahmen meiner Arbeit deutlich bin ich der festen Überzeugung, dass Bindung und Beziehung das ist, worum es uns Menschen geht, was wir alle brauchen. Es geht darum, dass wir Kinder begleiten, ins Leben führen und bei ihren Entscheidungen unterstützen.
Dass eine fehlende Beziehung (besonders dann, wenn es um die Bezugspersonen von Kinder geht!) ausschlaggebend dafür ist, wie sich Kinder verhalten.

Nähe, Kontakt und Verbundenheit sind menschliche Grundbedürfnisse. Wenn Kinder diese nicht von ihren Bezugspersonen erhalten, suchen sie nach anderen Möglichkeiten, diese zu kompensieren.

  • Wie ist also grundsätzlich unsere Eltern-Kind-Beziehung?
  • Ist dein Kind viel „allein“ im Sinne von einsam?
  • Bist du grundsätzlich empathisch deinem Kind gegenüber, achtsam und mitfühlend? Sprich: „Siehst“ du dein Kind mit seinen Bedürfnissen (natürlich nicht immer, aber im Generellen?)?
  • Kann dein Kind so oft wie möglich es selbst sein (Subjekt), die Welt (selbst) geschützt entdecken?
  • Kann dein Kind seine Wünsche äußern, ohne klein gemacht, verurteilt, bestraft zu werden? Sprich: Muss es Angst haben, wenn es sich öffnet in seinem Wesen, mit seinen Gedanken und Wünschen, „so ist, wie es ist“?

Bezogen auf „Bildschirmzeit“:

  • Bist du da, wenn dein Kind Fragen hat zu dem, was es da sieht?
  • Wie wäre es, wenn du mitschaust, dabei bist und dich mit erfreust an dem Erlebnis?
  • Wenn ihr gemeinsam darüber sprecht und die Inhalte miteinander beleuchtet? Was gefällt euch, was nicht? Was ist euch wichtig im Hinblick auf ethische, moralische, soziale – deine oder eure – Werte?
  • Wie wäre es, wenn du deinem Kind auch aktiv zeigst, wie du „Bildschirme“ für dich und eure Welt nutzbar machst?

Wo wir schon bei den Bedürfnissen wären

Denn Computerspiele, Serien gucken und natürlich auch ein Buch lesen oder Podcast hören sind natürlich (wie bei uns Erwachsenen auch) Strategien, um ein Bedürfnis zu erfüllen

  • Heute ist es vielleicht das Bedürfnis nach Ruhe, Entspannung
  • Vielleicht ist es morgen das Bedürfnis nach Wissen (lernen), Selbstwirksamkeit (durch Computerspiele), Gemeinschaft oder Verbundenheit (z.B. mit anderen beim Spielen im Netz)

Und nicht unbedingt ist die Strategie „Bildschirmzeit“ zur Erfüllung eines speziellen Bedürfnisses sinnvoll, z.B. nach Bewegung.
Das merkst du dann, wenn dein Kind aufgeregt auf dem Sofa herum hümpft, weil es das, was es sieht, jetzt noch mehr körperlich verarbeiten will.

Es kann dann aber auch sein, dass dein Kind seine Gefühle mit dem, was es da sieht und erlebt, über Bewegung „verarbeiten“ muss und grundsätzlich überfordert damit ist!
Dann lade ich dich herzlich ein, mit deinem Kind darüber zu sprechen. Lösungen zu finden – jetzt gleich.

Es gibt mehrere Strategien, um Bedürfnisse zu erfüllen

Wenn meine Tochter den ganzen Vormittag im Waldkindergarten tobte und dann nach Hause kommt, setzt sie sich gerne einfach nur auf’s Sofa und schaut entspannt TV. Bedürfnis nach Ruhe. Das ist eine ihrer Strategien. Zusammen am Sofa sitzen und ein Buch lesen, ist eine Weitere.

„Mama, ich mag kuscheln.“ auch eine.

Ich halte es daher für unabdingbar, meinen Kindern dabei zu helfen eine Vielfalt an Strategien zu finden, um verschiedene Bedürfnisse zu erfüllen. 

Fazit

Grundsätzlich dürfte die Eingangsfrage schon beantwortet sein, warum dein Kind dich fragt: „Darf ich noch eines?!“

  1. Weil es fasziniert ist von dem, was es sieht, lernt und das eben der Stoff ist, der begeistert
  2. Weil „Begeisterung“ bei uns körperlich einiges auslöst und wir „mehr“ davon haben wollen – ohne Suchtangst!
  3. Weil Kinder schwer ihre eigenen Impulse (z.B. auch „zu stoppen“) kontrollieren können
  4. Weil es eine von vielen Strategie ist, um ein Bedürfnis zu erfüllen

Wie wir also mit dem Thema umgehen?

  • Meine Kinder ziehen immer Kontakt und Spiel mit Eltern, Freunden (vor allem draußen) vor: daher habe ich keine Sorgen, wenn sie am Bildschirm sitzen.
  • Meine Kinder schauen grundsätzlich „sitzend und unbeweglich“ fasziniert vor den Bildschirmen, hören aufmerksam zu und „saugen“ wahrlich wie ein Schwamm die Inhalte auf. Wenn sie so längere Zeit vor TV, Tablett oder Smartphone, Buch oder Hörbuch sitzen (mit oder ohne uns als Eltern), schlage ich aktiv Abwechslung inform von Raumwechsel und Bewegung vor. Das gilt auch für mich. Auf Anspannung muss Entspannung erfolgen, sonst überfordere ich mein System, meine Gesundheit.
  • Ich möchte dabei, dass sie Erfahrungen machen und anhand ihrer Erfahrungen für das nächste Mal Entscheidungen treffen können. Ich „erinnere“ sie dabei an vorherige Erlebnisse, damit sie Entscheidungen treffen lernen können.
  • Mir ist es wichtig, dass sie lernen, ihre Gefühle im echten Leben im (Beziehungs-)Kontakt mit anderen zu spüren und auszuleben: dass sie ihre Wut körperlich herauslassen können (statt ggf. in Form von Computerspielen zu unterdrücken), dass sie weinen dürfen, dass sie lachen können und dabei ein Gegenüber haben, das auf ihre Emotionen reagiert und/oder da ist. 
  • TV, Tablett und Smartphone sind Teil unseres Lebens und ich finde es wichtig, dass meine Kinder lernen, damit umzugehen, sich die Möglichkeiten dieser Werkzeuge zu nutzen machen
  • Ich bin der Meinung, dass alles, was im Maß ist, vollkommen in Ordnung ist. Gleichzeitig mit dem Bewusstsein, dass es immer Zeiten gibt, in denen wir mehr von etwas haben (wollen) und dann mal wieder dieses „etwas“ weniger brauchen.

Wenn mit der Beziehung zwischen Eltern und Kind grundsätzlich alles in Ordnung ist, dann geht es im Grunde beim Thema „Bildschirmzeit“ wie bei allen anderen Themen im Rahmen der „Erziehung“ immer um eines:

Vertrauen in die kindliche Entwicklung.
Vertrauen in die Beziehung.
Vertrauen in uns. Ja, das ist ein beständiges Wachsen – auch für mich. Vor allem, weil wir selbst durch „Erziehung“ genau diese Erfahrung nicht machen durften. Weil die Theorie so viel leichter ist als die Praxis.

Weil wir auch nur Menschen sind, mit Erfahrungen, mit unserer eigenen Geschichte und mit unseren eigenen Glaubenssätzen und Ängsten.

Zeit also, sich jeden Tag auf’s neue auf den Weg zu machen.

Frequently Asked Questions

  • Werden Kinder süchtig, wenn sie zu viel „am Bildschirm hängen“? Nein, denn eine Sucht entsteht, wenn ich fehlende Beziehungen kompensieren muss. Es ist also vorher bereits etwas in der Beziehung nicht in Ordnung und der Mensch sucht daraufhin nach einer Ersatzbefriedigung.
  • Werden Kinder dick, wenn sie TV gucken? Auch erst mal Nein und dann: „Es kommt drauf an“: Wenn sie den ganzen Tag am Sofa liegen und lesen, darf man sich dieselbe Frage stellen. Wenn sie nur noch und ausschließlich das tun und sich überhaupt nicht mehr bewegen über einen längeren Zeitraum, besteht zumindest ein „höheres Risiko“. Leuchtet ein. Ist bei uns Erwachsenen nicht anders – wenn wir nur noch am Schreibtisch sitzen und Chips essen,…
  • Werden Kinder doof, wenn sie TV gucken? Auch erst mal Nein und vice versa auch nicht „gebildeter“, wenn es die Bildzeitung liest…(Siehe „wie lernen funktioniert!“)
  • Bekommen Kinder viereckige Augen (kennst du auch aus deiner Kindheit, oder?)? Nein, das ist ein Mythos, der auf Angst basiert (und ein Mechanismus von Erziehung).
  • Ist es gesund, den ganzen Tag am Bildschirm zu hängen? Vice versa gefragt: Ist es gesund, den ganzen Tag Bananen zu essen? Abwechslung, die Balance in allem ist das, was uns „gesund“ macht. Neben positiven Gedanken!
  • Schaut mein Kind TV, weil es das Bedürfnis nach mehr Aufmerksamkeit, Selbstwirksamkeit, Nähe sucht? –  Vielleicht. Das kannst nur du mit deinem Kind herausfinden. Es ist definitiv eine Strategie.
  • Ich bin, vor allem in schwierigen Alltagssituationen, Krisen so dankbar, wenn ich einfach mal Ruhe bekomme dadurch, dass meine Kinder gucken. Ist das dann „falsch“, bin ich dann eine schlechte Mama oder ein schlechter Papa? – Nein! Ganz und gar nicht! Warum auch? Nochmal: „Bildschirmzeiten“ sind grundsätzlich nichts „Falsches“ (alleine dass wir diese Kategorisierung machen, lässt Rückschlüsse auf unsere Gedanken, Erziehungserfahrungen schließen). Und es ist immer gut, wenn ihr Lösungen für eure Bedürfnisse findet. Und nichts ist wichtiger als entspannte, zufriedene Eltern. Solange dein Kind nicht einsam dabei wird.

Inspirierende Literatur 

Brodersen, Hanna (2018): Dich durch mein Herz sehen. Gewaltfreie Kommunikation für Eltern. Leipzig: tologo Verlag.

Juul, Jesper (2018): Grenzen, Nähe, Respekt – Auf dem Weg zur kompetenten Eltern-Kind-Beziehung. Hamburg: Rowolt Verlag GmbH.

Hüther, Gerald (2017): Was wir sind und was wir sein könnten. Frankfurt am Main: Fischer Verlag.

Mangold, Jörg (2019): Wir Eltern sind auch nur Menschen. Selbstmitgefühl zwischen Säbelzahntiger und Smartphone. Freiburg im Breisgau: Arbor Verlag.

Renz-Polster, Herbert (2018): Menschenkinder. Artgerechte Erziehung- was unser Nachwuchs wirklich braucht. München: Kösel Verlag.

Renz-Polster, Herbert / Hüther, Gerald (2013):Wie Kinder heute wachsen. Natur als Entwicklungsraum. Ein neuer Blick auf das kindliche Lernen, Denken und Fühlen.

Rosenberg, Marshall (2001): Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Paderborn: Jungmann.

Stern, André (2016): Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben. München: Elisabeth Sandmann Verlag. 

Internet: „Default Mode“: https://www.spektrum.de/news/das-gehirn-beim-tagtraeumen/1401860
https://www.dasgehirn.info/handeln/meditation/mehr-konzentration-durch-meditation

 

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