Prokrastination oder Überlastung? 3 Impulse, wenn du immer wieder Dinge aufschiebst

Du kennst es vielleicht: Auf deiner To-do-Liste steht etwas, das eigentlich dringlich ist: Vielleicht ist es die Steuererklärung, die Buchhaltung, ein Anruf beim Arzt, ein Termin, den du ausmachen möchtest – oder sogar etwas Schönes, wichtiges, ein Traum, ein Projekt, das dir eigentlich am Herzen liegt. Und trotzdem machst du etwas anderes.

Du räumst auf; du putzt – und im worst case greifst zum Handy. Du scrollst durch Instagram oder TikTok und plötzlich ist eine halbe Stunde vergangen. Und dann kommt sie, diese innere Stimme:

„Ich krieg’s einfach nicht gebacken. Warum mache ich schon wieder etwas anderes?“

Genau hier beginnt oft der eigentliche Schmerz. Nicht nur im Aufschieben selbst, sondern in der Selbstkritik danach.

In dieser Podcastfolge geht es deshalb nicht darum, dich noch mehr anzutreiben oder dir den nächsten Produktivitätstrick überzustülpen!

Es geht darum, Prokrastination anders zu verstehen: nicht als Faulheit, nicht als Disziplinproblem, sondern als Signal. Denn wenn du Dinge immer wieder aufschiebst, kann dahinter ein innerer Widerstand liegen.

Vielleicht ist da Angst, es nicht gut genug zu machen. Vielleicht ist der Berg zu groß. Vielleicht weißt du gar nicht, wo du anfangen sollst. Vielleicht vertraust du dir selbst in diesem Moment nicht. Oder ein Teil in dir möchte dich schlicht davor schützen, dich mit unangenehmen Gefühlen zu verbinden…

In dieser Episode erfährst du…

warum Prokrastination kein Charakterfehler ist
 weshalb Aufschieben oft ein Emotionsregulationsproblem ist
 welche Rolle Perfektionismus, Angst und Überforderung dabei spielen
 was dir hilft, um ins Tun zu kommen
 wie du erkennst, ob du prokrastinierst oder dein Nervensystem überlastet ist
 warum Mitgefühl der erste Schritt aus dem inneren Kampf ist

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Nein, du bist nicht faul! Prokrastination ist kein Charaktermerkmal, sondern ein Singal

Ja, die Ablenkung tut im ersten Moment gut. Sie gibt kurzfristige Erleichterung – schließlich wird unser Gehirn belohnt für das, was wir „stattdessen“ gemacht haben. Vielleicht hast du die Wäsche gemacht, aufgeräumt, gescrollt – in jedem Fall ist es zur Dopaminausschüttung gekommen und wir fühlen uns kurzfristig gut. Und deshalb wiederholen wir „solche Muster“.

Denn „present bias“, sofortige Belohnung, priorisieren wir rein biologisch mehr als langfristige Ziele. 

Wie oft ist mir schon aufgefallen, dass ich nicht nur prokrastiniere, sondern mich direkt dann vergleiche mit anderen.

„Oh man, ich leiste echt wenig.“ oder „Ich bin echt faul“ sind Sätze, die direkt ungefiltert in den Kopf schießen.

Nein, Prokrastination ist kein Charaktermerkmal, sondern ein Emotionsregulationsproblem. Denn da will ein Teil in dir losgehen, während ein anderer Teil dich zurückhält. Und statt dich dafür zu verurteilen, darfst du lernen, diesen Mechanismus mit Mitgefühl zu betrachten.

Ein wichtiger Impuls der Folge ist die Frage:

Bin ich gerade wirklich am Prokrastinieren – oder ist mein Nervensystem überlastet?

Denn das fühlt sich unterschiedlich an!

Und je besser du lernst, dich selbst zu spüren, desto weniger kämpfst du gegen dich. Dann kannst du anders reagieren.

Diese Folge ist für dich, wenn du dich oft verurteilst, weil du Dinge aufschiebst – und wenn du lernen möchtest, dich selbst nicht härter anzutreiben, sondern liebevoller zu verstehen.

Wenn du mehr erfahren möchtest, dann hör dir direkt hier die komplette Episode an.

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