Selbstmitgefühl statt Ablehnung: So verwandelst du deine innere Stimme

    Kennst du diese Momente, in denen du dich selbst klein machst? Du gehst in die Küche, stehst plötzlich da und weißt gar nicht mehr, was du wolltest – und sofort kommt dieser Satz: „Oh Mann, ich bin so ein Idiot.“

    Oder du reagierst auf dein Kind oder deinen Partner so, wie du es eigentlich schon lange nicht mehr wolltest – und dann schleicht sich der Gedanke ein: „Ich habe es schon wieder nicht hingekriegt. Ich bin einfach unfähig.“

    Solche Gedanken sind wie kleine Stiche. Sie tun weh – und wir glauben ihnen viel zu schnell. Doch, und das ist die wichtigste Botschaft dieser Episode: Diese Gedanken sind nicht die Wahrheit. Ich habe in meiner Community Verbunden Sein eine Frau erlebt, die schrieb:

    „Spannend ist, dass die Stimme in meinem Kopf immer mit ‚du‘ zu mir spricht.“ – und genau das ist ein riesiger Fortschritt: zu erkennen, dass diese Stimmen in uns nicht einfach „wir“ sind, sondern alte Überbleibsel. Peggy O’Mara sagt dazu: „Die Art, wie wir mit unseren Kindern sprechen, wird zu ihrer inneren Stimme.“

    Vielleicht hörst du also heute noch Sätze, die dich klein machen, die du als Kind oft gehört hast: „Stell dich nicht so an.“ – „Schon wieder falsch.“ – oder auch „Du bist so laut.“ Diese Sätze haben sich tief eingeprägt. Aber weißt du was? Wenn ein Gedanke weh tut, dann ist er eine Lüge. (Byron Katie)

    In dieser Episode erfährst du…

    • warum wir uns im Alltag so oft selbst abwerten und woher diese inneren Stimmen kommen 

    • wie du erkennst, ob deine innere Stimme in „Du-“ oder „Ich-Form“ spricht – und was das über dich verrät 

    • die 3 Schritte, mit denen du Selbstmitgefühl lernen kannst 

    • eine einfache Übung, mit der du negative Gedanken reframen und loslassen kannst 

    • warum Selbstmitgefühl dich nicht schwach macht, sondern zu mehr Gelassenheit, Klarheit und Verbindung führt

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    Von der Abwertung zur Selbstfreundlichkeit

    In der Episode erzähle ich von einem Erlebnis bei einem Vortrag „Wie wir in Konflikten Frieden schaffen können“ an der German Language School Washington D.C.: Ich bat die Zuhörer*innen, den Satz „Die Welt ist voller…“ zu vollenden. Und 99 Prozent beendeten ihn mit einem Schimpfwort. So sehr sind unsere inneren Filter geprägt, dass wir zuerst Abwertung denken. Das zeigt, wie tief alte Muster sitzen.

    Doch alte,  besonders nicht-dienliche Gedanken sind glücklicherweise nicht deine Wahrheit. Du darfst lernen, mit dir anders zu sprechen und damit „neu“ zu denken.

    3 Schritte, um Selbstmitgefühl zu üben

    Die Psychologin Kristin Neff beschreibt Selbstmitgefühl mit drei Komponenten:

    1. Achtsamkeit: Gedanken und Gefühle bemerken, ohne sie zu verdrängen.
    2. Gemeinsame Menschlichkeit: Verstehen, dass Fehler und Zweifel Teil des Menschseins sind.
    3. Selbstfreundlichkeit: Mit dir so sprechen, wie du es mit deiner besten Freundin tun würdest.

    Meine Frauen, die ich aktiv begleite (z.B. hier in „Verbunden Sein“, in meinen Einzelcoachings oder in „Circle of Connection“), führe ich anhand ihrer Alltagssituationen durch genau diesen vielschichtigen Weg, in dem es eben nicht um Perfektionismus geht. Sondern darum, Mensch zu sein: Fehler anzunehen, in kleinen Schritten beständig zu wachsen.

    Mitgefühl verändert alle deine Beziehungen – wenn du startest!

    Vielleicht denkst du: „Schön und gut – aber wie hilft mir das im Alltag?“ Ganz einfach: Wenn du lernst, milder mit dir zu sein, dann wirst du auch milder mit deinem Kind, deinem Partner, deinen Mitmenschen.

    Denn Mitgefühl hat zwei Seiten:

    • die zarte Seite – dich selbst in deiner Unvollkommenheit annehmen,
    • und die feste Seite – deine Bedürfnisse kennen und klare Grenzen wahren, ohne andere kleinzumachen.

    Studien zeigen, dass Selbstmitgefühl Stress reduziert, Hoffnung stärkt und sogar Depression, Angst und Scham verringern kann. Und das Beste: Es ist trainierbar. Du kannst es lernen, Schritt für Schritt, im Alltag – so wie ein Muskel, der mit jeder Übung stärker wird.

    Vielleicht nimmst du heute einen Satz aus dieser Episode mit:

    •  „Ich bin nicht meine Gedanken.“
    • „Ich darf in meinem Tempo üben.“
    •  „Mitgefühl beginnt bei mir – und verändert die Welt.“

    Was wäre, wenn du dir heute erlaubst, nur ein bisschen weicher mit dir zu sein – vielleicht 1 %?

    Wenn du tiefer eintauchen möchtest, dann hör dir unbedingt die komplette Episode an. Dort findest du viele weitere Beispiele, Impulse und kleine Übungen für deinen Alltag als Mama auf deinem Weg in die Freiheit – in die bewusste Elternschaft.

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