Podcast #13 – Wenn Oma kommt, dreht mein Kind auf

Vielleicht kannst du dich noch an deine eigene Kindheit und Besuche bei deinen Großeltern zurückerinnern. Bist du dort eher „verwöhnt“ worden und durftest Dinge tun, die Zuhause nicht erlaubt waren? Und wenn ja, hast du es unglaublich genossen?

In meinen Coachings höre ich öfter Sorgen diesbezüglich im Sinne von: „Mein Kind hört gar nicht mehr auf mich, wenn die Oma da ist. Außerdem händelt sie vieles anders, als ich es tun würde.“

Ich kann dich beruhigen: Das ist etwas völlig Natürliches und normales! Und wenn wir ehrlich sind, kann es auch etwas Gutes sein. Wenn dich aber das Verhalten deines Kindes triggert, dann kann das an zwei Dingen liegen. Welche das sind, erfährst du jetzt hier.

Höre dir direkt die ganze Episode an:

 

Das kannst du tun, wenn das Verhalten deines Kindes dich triggert

1. Unterstelle deinem Kind Positives
Dein Kind steckt voller Emotionen und Gefühle über dieses tolle Ereignis. Es weiß noch gar nicht, diese auszudrücken. Dann kann es schonmal passieren, dass es aufgedreht oder sogar etwas ungehalten ist.

In diesem Fall empfehle ich dir, deinem Kind Positives zu unterstellen. Das nennt sich Reframing. Wir können auf der einen Seite bei einem schwierigen Verhalten sagen: Das ist schwieriges Verhalten, mein Kind ist fordernd, gibt Kommandos und ungehalten.

Auf der anderen Seite kannst du deinem Kind positives unterstellen und dem Ganzen eine andere Bedeutung geben. Dein Kind ist so voller Freude und so verliebt in die Oma und in die Situation, dass er ganz ungehalten ist. Er weiß gar nicht so recht, wohin mit seinen Gefühlen und versucht trotzdem, sie zum Ausdruck zu bringen. Indem du die Situation durch diese Brille betrachtest, bekommt das Ganze ein anderes Bild. Das heißt, es kommt auf uns Eltern oder Außenstehende an, wie wir diese Situation und das Verhalten deuten.

2. Akzeptiere, dass eure Beziehungen unterschiedlich sind
Lass zu, dass die Großeltern anders mit deinem Kind umgehen, als du es tust. Womöglich auch anders, als sie dich früher behandelt haben.
Im Prinzip ist das ein Reichtum den wir haben. Es darf sein, dass Eltern oder Großeltern sich auch in der Erziehung und im Miteinander unterscheiden, denn das ist die Welt, in der wir sind. Wir sind unterschiedliche Menschen.

Wir dürfen annehmen, dass Großeltern anders mit den Enkeln umgehen, und wir immer unterschiedliche Beziehungen haben werden. Denn Beziehung ist etwas ganz Individuelles.
Du hast eine Beziehung zu deinem Kind. Die Oma hat eine Beziehung zu deinem Kind. Jede Beziehung ist einzigartig und jede Beziehung darf so gestaltet werden, wie sie eben gestaltet wird.

Genau das ist der Schatz der Andersartigkeit und das, was wir unseren Kindern eben mitgeben können. Und sie sind klug. Sie suchen sich das aus, was gut zu ihnen passt. Menschen, mit denen sie in bestimmten Momenten eben gut können. Hab Vertrauen und hinterfrage deine Trigger. Was stört dich und warum stört es dich? Fühlt es sich anders an, wenn du deinem Kind positives unterstellst?
Ich lade dich ein, es zu versuchen.

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