Podcast #11 – Mein Kind will nicht essen, sondern spielt lieber 

Die Essensituation ist bei vielen Familien ein großes und wichtiges Thema. Das Kind soll aufessen, am besten ruhig sitzen und auch warten, bis alle anderen fertig gegessen haben. Klappt das nicht, tappen viele Eltern in die „wenn-dann-Falle“. Zum Beispiel: „Wenn du jetzt nicht sitzen bleibst, gibt es nachher kein Fernsehen!“

Solche Situationen stressen und sind eine ganz schöne Herausforderung, oder?

Hier erfährst du, wie du die Mahlzeiten entspannter gestalten kannst und dich weniger stresst. Es darf auch leicht sein.

Hier kannst du direkt die Episode anhören:

 

Problem Nr. 1: Deine Erwartung an die gemeinsamen Mahlzeiten

Grundsätzlich ist Essen etwas Schönes. Es dient nicht nur dem Stillen von Hunger, sondern es hat auch ganz viel mit Liebe zu tun.

Schon beim Stillen oder beim Fläschchen geben empfangen Kinder nicht nur Nahrung. Es geht dabei um diesen ganzen Moment. Dieses im Arm sein, der Augenkontakt, die Wärme, das Herzklopfen. Dieser ganze Moment ist etwas ganz Geborgenes und liebevolles. Dieses Gefühl von Liebe und Geborgenheit tragen wir alle beim Essen immer in uns (je nach kindlicher Erfahrung). Das heißt, wir haben eine Erwartung an Essen.

Wir haben die Erwartung, dass es schön ist, dass wir zusammensitzen, dass wir Geborgenheit haben, dass wir uns austauschen. Der Anspruch an das Miteinander in dieser Situation ist grundsätzlich recht hoch.

Und genau hier beginnt die Veränderung: Bei dir und deiner Erwartung an die gemeinsamen Mahlzeiten/dein Kind.

Problem Nr. 2: Du hast Angst, dass dein Kind „verhungert“, oder später etwas Essen will, wenn der Tisch schon abgeräumt ist.

Kinder haben ein unglaublich gutes Körpergefühl. Gerade im Alter zwischen vier und zweieinhalb, wenn sie immer noch in der Autonomiephase stecken und selber bestimmen möchten, wann sie etwas zu sich nehmen. Sie möchten selber entscheiden, wann sie etwas essen und möglicherweise auch, was sie essen.

Typisch für alle Kinder dieser Welt ist es, dass sie nach dem Essen Hunger haben. Und typisch für alle Mütter dieser Welt, mich inklusive, sind die Momente des Augenrollens, wenn wir uns denken: „Oh nein, ich habe doch gerade Essen gemacht“. Meistens ist diese Situation am Tisch, wenn du angespannt bist, schon keine schöne Atmosphäre für dein Kind um dazuzukommen. Bei der Essenssituation geht es, wie gesagt, viel um Atmosphäre, also um Geborgenheit, um Spaß, um Liebe und Genuss.

Hinterfrage selbst:

Welche Atmosphäre herrscht bei den Mahlzeiten? Bist du selbst angespannt? Ist der Tisch schön gedeckt? Wie findet das Essen überhaupt statt? Was gibt es denn Schönes, leckeres zu essen? Schaut es auch irgendwie schön aus? Ist der Teller deines Kindes ultra voll oder kann es sich selbst nehmen, was es möchte? Darf es das überhaupt? Und wenn nicht, warum darf es das nicht?

Bringe Entspannung in die Situation

Kinder entscheiden selbst. Sie wissen meistens ganz gut, wann sie etwas zu essen brauchen und wie viel. Es gibt Phasen bei Kindern, da essen sie den ganzen Tag immer das Gleiche. Dreimal. Dann haben sie plötzlich überhaupt keinen Hunger und dann auf einmal kommt man mit dem Kochen gar nicht mehr nach.

Sorge für eine angenehme Atmosphäre, schraube deine Erwartungen herunter und hab Vertrauen, dass dein Kind weiß, was es braucht.

 

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